The Equalizer 3 – The Final Chapter (2023) (2024)

2014 verkörperte Denzel Washington das erste Mal Robert McCall, einen kaltblütigen Mann mit dem Hang zur Selbstjustiz. Nun aber, mit dem dritten Teil und abermals unter der Regie von Antoine Fuqua, soll endgültig Schluss sein.

The Equalizer 3 – The Final Chapter (2023) (2)

Sony Pictures Germany

    The Equalizer 3 – The Final Chapter (2023) (3)
    • Kritik
    • Handlung

    Eine Filmkritik von Florian Koch

    Allein gegen die Mafia

    Ein bilderbuchhaftes Weingut in Sizilien. Der Besitzer Lorenzo (Bruno Bilotta) kommt mit seinem Enkel (Adriano Sabrie) zu Besuch. Statt eines Empfangskomitees erwartet sie jedoch nur eine zitternde Wache. Ein Mann würde Lorenzo auflauern, tief unten im Keller. Das Gesicht von Lorenzo verdunkelt sich mit jeder schlimm zugerichteten Leiche, die ihm auf dem Gang zum Schafott begegnet. Sein Henker ist Robert McCall (Denzel Washington), ehemaliger US-Spezialagent. Eine wandelnde Killermaschine, die so präzise nach der Stoppuhr tötet, dass dem Gegner meist nicht einmal mehr Zeit zum Nachdenken bleibt.

    Ein — angeblich — letztes Mal schlüpft Washington für seinen Hausregisseur Antoine Fuqua (Training Day) in die Rolle dieses vorgeblichen Rächers für Gerechtigkeit. Und wieder fragt man sich, warum sich ein Schauspieler solcher Güteklasse, abseits einer sicher üppigen Vergütung, für ein derartig vordergründiges Selbstjustiz-Vehikel der Marke Charles Bronson hergibt. Wenigstens bringt ein Kulissenwechsel, weg aus den USA hin zur fotogenen Amalfiküste (Kamera: Robert Richardson), frischen Wind in die packende, jedoch erneut auch übertrieben brutale Adaption einer TV-Serie aus den 80ern.

    Fuqua nimmt sich Zeit, um McCall dabei zu beobachten, wie er schwer verletzt Zugang findet zur herzlichen Bevölkerung des fiktiven Küstendorfs Altamonte. Mit Italo-Familien-Klischees wird dabei nicht gespart. Und dennoch wirken die angenehm unaufgeregten Szenen des gegenseitigen Beschnupperns auch dank glaubwürdig aufspielender Laiendarsteller stimmig.

    Anders sieht es bei den weiteren Handlungssträngen aus. Ein Subplot um eine von McCall herausgeforderte Nachwuchs-CIA-Agentin (Dakota Fanning, nach Man on Fire wieder mit Washington vereint), die sich in einen gefährlichen Drogendeal verheddert, wirkt weder raffiniert noch überzeugend auserzählt. Und bei der Zeichnung der Bösewichter wandelt The Equalizer 3 in seiner extremen Stilisierung – ein Rollstuhlfahrer wird mitten in Neapel bei Tage aus dem Fenster geschmissen – haarscharf am Exploitation-Kino aus den 70er Jahren. Unter der Führung des neapolitanischen Mafia-Bosses Vincent (Andrea Scarduzio), Typ Schmierlappen im seidenen Anzug, drangsaliert hier eine bis zur Karikatur überdrehte Motorrad-Gang beinahe täglich die Bewohner Altamontes. Der Grund: Platz muss her für neue Hotels. Und dafür wird auch gemordet.

    Aber es gibt ja noch McCall, den nicht ganz so ehrbaren Amerikaner mit dem Herz für die Schwachen und Schutzlosen, der wie einst Gary Cooper im Edelwestern 12 Uhr mittags zur Ein-Mann-Armee mutiert, um Land und Leute zu retten. Diese extreme Zuspitzung muss man in Anbetracht des bis auf den Prolog fast schon sanftmütigen Einstiegs sicher nicht goutieren, doch zollt der zupackend erzählte Film so auch indirekt dem reißerischen Vigilante-Genre gekonnt Tribut.

    Seit er sein Leben als Auftragskiller der Regierung aufgegeben hat, fiel es Robert McCall (DENZEL WASHINGTON) nicht leicht, sich mit all den furchtbaren Dingen, die er in der Vergangenheit getan hat, zu arrangieren. Doch es gelang ihm, etwas Trost darin zu finden, denen, die unterdrückt werden, Gerechtigkeit zu verschaffen. Inzwischen fühlt er sich überraschend wohl in seinem neuen Zuhause im Süden Italiens. Allerdings stellt sich schnell heraus, dass seine neuen Freunde dort von den örtlichen Gangsterbossen kontrolliert werden. Als es zu Todesfällen kommt, weiß McCall, was er zu tun hat: Er muss zum Beschützer seiner Freunde werden und es mit der Mafia aufnehmen.

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